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In einer vom Rheinischen Fischereiverband von 1880 e.V. und dem Lippeverband gemeinsam organsierten Aktion wurden Maifischlarven in der Lippe ausgesetzt
Hünxe 13. Juni 2012 - Im Rahmen des LIFE plus-Programms der EU zur Wiederansiedlung des Maifisches im Rhein-System und zum Schutz der Restbestände der Art im südfranzösischen Girondegebiet wurden unter großem Medieninteresse erstmals junge Maifische in der Lippe bei Krudenburg ausgewildert. Seit einigen Jahren wird in einem vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW und vom Rheinischen Fischereiverband von 1880 gemeinsam geleiteten Projekt, die Wiederansiedlung der Art im Rhein vorangetrieben.
Bevor der Maifisch im Rheinsystem ausstarb, wanderten die Fische zum Laichen auch weit bis in die Lippe hinauf. Besonders im Unterlauf finden sich auch heute noch geeignete Laichplätze. Zudem hat sich der Lippeverband hat in den letzten Jahrzehnten nicht nur für eine Verbesserung der Wasserqualität durch den Ausbau von Kläranlagen gesorgt. Auch die Beseitigung von Wanderhindernissen und der Bau von Fischaufstiegen an Wehren sowie umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen haben inzwischen wieder günstige Bedingungen für anspruchsvolle Fischarten geschaffen, darunter auch Wanderfischarten wie den Maifisch. Insofern bestehen berechtigte Hoffnungen, zukünftig eine weitere der ursprünglich im Fluss beheimateten Fischarten wieder zum aktuellen Artenspektrum hinzuzählen zu können. Ausschlaggebend die Lippe als Besatzgewässer auszuwählen sind die moderaten Strömungsverhältnisse und das vergleichsweise geringe Brutaufkommen anderer Arten. Da der Maifischbesatz dieses Jahr recht spät erfolgte, kann die Fischbrut früher laichender Arten nämlich aufgrund Größenvorsprungs den als Fressfeinde der winzigen Maifischlarven in Erscheinung treten.
Der Besatz wurde vom Rheinischen Fischereiverband von 1880 und dem Lippeverband gemeinsam ausgerichtet. Die Maifischlarven wurden morgens aus Frankreich angeliefert und zur Anpassung an die Gewässerverhältnisse noch einige Stunden in so genannten Rundströmerbecken zwischengehältert bevor sie in den Fluss entlassen werden. Im Laufe des Sommers und Herbstes wandern die Fische dann erst zum Rhein und von dort ins Rheindelta ab.
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